Wechseljahre neu denken: Ganzheitliche Frauengesundheit im Fokus

Wechseljahre neu denken – Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim SfGU-Tagesseminar in Zürich

Rückblick auf das SfGU-Tagesseminar vom 28. Mai 2026 in Zürich

Wechseljahre neu denken stand im Mittelpunkt des SfGU-Tagesseminars vom 28. Mai 2026 in Zürich. Die Veranstaltung zeigte, warum moderne Frauengesundheit weit über die Betrachtung einzelner Hormone hinausgeht. Ein ganzheitliches Verständnis von Regulation, Stoffwechsel und Lebensstil rückt immer stärker in den Mittelpunkt. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten wurde beleuchtet, wie Frauen in dieser Lebensphase individuell, evidenzbasiert und ganzheitlich begleitet werden können.

Durch das Seminar führte Andreas Hefel, Präsident der Stiftung für Gesundheit und Umwelt (SfGU). Mit seiner Moderation schlug er die Brücke zwischen Wissenschaft, Praxis und den Erfahrungen der Teilnehmenden. Die Gesprächsführung machte deutlich, dass moderne Frauengesundheit von einem interdisziplinären Austausch lebt und unterschiedliche Perspektiven zu einem ganzheitlichen Verständnis zusammenführt.

Wechseljahre neu denken: Regulation verstehen

Den Auftakt machte Dr. med. Michael Klentze, international anerkannter Experte für Präventions- und Longevity-Medizin. In seinen Vorträgen zeigte er auf, dass die Wechseljahre weit mehr sind als ein Rückgang einzelner Hormone. Hormonelle Veränderungen wirken sich auf zahlreiche Regulationssysteme des Körpers aus – darunter Stoffwechsel, Immunsystem, Schlaf, Stimmung und Leistungsfähigkeit.

Aus Sicht der funktionellen Medizin steht deshalb nicht allein die Behandlung einzelner Beschwerden im Vordergrund, sondern das Verständnis der zugrunde liegenden Zusammenhänge. Moderne Hormontherapie erfordert eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung, sorgfältige Diagnostik und eine kontinuierliche Begleitung. Ziel ist es, Gesundheit, Vitalität und Lebensqualität langfristig zu fördern.

Dr. med. Michael Klentze referiert über funktionelle Medizin und Longevity

Die Frau als Ganzes verstehen

Hiltraud Klöpperpieper spricht über ganzheitliche Frauenheilkunde

Eine ergänzende Perspektive brachte die Heilpraktikerin Hiltraud Klöpperpieper ein. Mit ihrer langjährigen Erfahrung in der ganzheitlichen Frauenheilkunde machte sie deutlich, dass Wechseljahrsbeschwerden häufig dort entstehen, wo hormonelle Veränderungen auf zusätzliche Belastungen treffen – etwa chronischen Stress, Nährstoffdefizite, Störungen der Darm- oder Leberfunktion oder psychosoziale Herausforderungen.

Die Wechseljahre seien deshalb nicht als Krankheit zu verstehen, sondern als bedeutende Transformations- und Entwicklungsphase. Nachhaltige Gesundheit entsteht dort, wo Körper, Psyche, Lebensgeschichte und individuelle Lebensumstände gemeinsam betrachtet werden.

Funktionelle Diagnostik und individuelle Ernährungskonzepte

Wie sich wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Handlungsempfehlungen übersetzen lassen, zeigte Ernährungs- und Medical Wellness Coach Bettina Zahnd. Im Mittelpunkt standen die Analyse organischer Säuren im Urin sowie individualisierte Ernährungsstrategien als Grundlage einer gezielten Gesundheitsbegleitung.

Anhand praxisnaher Fallbeispiele wurde sichtbar, wie gezielte Ernährungsanpassungen, eine bedarfsgerechte Mikronährstoffversorgung und ein besseres Verständnis der individuellen Stoffwechselsituation positive Veränderungen bei Energie, Schlafqualität, Regeneration und allgemeinem Wohlbefinden unterstützen können. Dabei wurde deutlich: Nachhaltige Erfolge entstehen nicht durch kurzfristige Massnahmen, sondern durch individuell abgestimmte und langfristig umsetzbare Strategien.

Bettina Zahnd präsentiert individuelle Ernährungskonzepte und funktionelle Diagnostik

Wechseljahre neu denken: Gesundheit vernetzt betrachten

Das Seminar machte deutlich, dass moderne Frauengesundheit heute weit mehr umfasst als die Frage nach Hormonen allein. Stoffwechsel, Nervensystem, Darmgesundheit, Mikronährstoffversorgung, Lebensstil und psychische Balance stehen in engem Zusammenhang und beeinflussen die Fähigkeit des Körpers zur Selbstregulation.

Die vorgestellten Konzepte und Praxisbeispiele zeigten eindrücklich, wie wichtig ein vernetzter Blick auf Gesundheit ist – insbesondere in einer Lebensphase, die für viele Frauen mit tiefgreifenden körperlichen und emotionalen Veränderungen verbunden ist. Wechseljahre neu denken bedeutet, Gesundheit nicht isoliert zu betrachten, sondern die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Hormonen, Stoffwechsel, Ernährung und Lebensstil zu berücksichtigen. Die Wechseljahre wurden dabei nicht als Ende eines Abschnitts verstanden, sondern als Chance für einen bewussten Neubeginn und eine nachhaltige Gesundheitsförderung.

Das Tagesseminar zeigte eindrücklich, wie wichtig ein vernetztes Verständnis von Gesundheit in den Wechseljahren ist. (red.)

Andreas Hefel eröffnet das Tagesseminar der Stiftung für Gesundheit und Umwelt in Zürich

Weitere Veranstaltungen zu aktuellen Themen aus Prävention, Regulationsmedizin und Gesundheitsförderung finden Sie in der SfGU Akademie.

Unser Dank gilt zudem den Ausstellern des Tagesseminars, die den fachlichen Austausch vor Ort bereichert haben:

  • Hepart Group Switzerland – individuelle Lösungen für Prävention, Diagnostik und personalisierte Mikronährstoffversorgung
  • IQ Navigation – innovative Konzepte für Gesundheitsförderung, Leistungsfähigkeit und persönliche Entwicklung
  • Fit4Life – Ansätze zur Förderung von Zellgesundheit, Vitalität und nachhaltigem Wohlbefinden
Wechseljahre neu denken – Fachpublikum beim SfGU-Tagesseminar in Zürich
Einführung in die bedarfsgerechte Mikronährstoffversorgung (Hamburg)

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