Post-COVID Syndrom: mitochondriale Funktion stärken, Parasympathikus aktivieren

Post-COVID Syndrom: mitochondriale Funktion stärken, Parasympathikus aktivieren

An einem Tagesseminar der Stiftung für Gesundheit und Umwelt (SfGU) beschäftigten sich Ärzte, Therapeuten, Apotheker und Drogisten damit, welche Möglichkeiten die Regulations- und Moderne Orthomolekulare Medizin hat, um „Long-“ oder „Post-COVID“ zu behandeln. „Nach dem Virus bleibt die Müdigkeit“ lautete der Titel dieser Fachveranstaltung, die am 2. Juni 2022 im Marriott Hotel in Zürich stattgefunden hat.

Wer nach den Begriffen „Long-COVID“ oder „Post-COVID“ googelt, der stösst auf rund 9 Milliarden Ergebnisse – eine stattliche Zahl in Anbetracht der Tatsache, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erst im Oktober 2021 eine erste Fallbeschreibung von Langzeitfolgen einer COVID-19-Erkrankung veröffentlichte. Obwohl eine Patientenleitlinie häufige Symptome beschreibt und erklärt, ist auf diesem Gebiet vieles noch unbekannt. Dr. med. Simon Feldhaus, Chefarzt der Paramed Gruppe, verbreitete an der Tagung aus eigener Praxis-Erfahrung Zuversicht, dass diese „komplexe Erkrankung durch einen integrativen Behandlungsansatz durchaus erfolgreich therapiert werden kann“. Er sieht keinen Grund dafür, auf dieses „Phänomen“ mit überzogener Angst zu reagieren, die über die Berichterstattung in den Massenmedien geschürt wird. Sein Hauptaugenmerk richtet der Mediziner darauf, das Post-COVID Syndrom durch Behandlung des akuten Infektes mit SarsCOV2 präventiv zu verhindern: „Es existieren gute Daten zur hochdosierten Gabe von Vitamin D, Vitamin C, Omega 3 sowie Selen und Zink. Auch Behandlungsprotokolle mit Ivermectin sind in Studien durchaus erfolgreich getestet worden.“ In seinen beiden Vorträgen erläuterte Feldhaus ausführlich, dass die mitochondriale Funktion im Rahmen der antiviralen Immunantwort sowie bei der Regulierung metabolischer Stoffwechselwege von Immunzellen eine zentrale Rolle spielt: „Mitochondrien sind in der Lage, die metabolische Aktivität und Funktion von Zellen vor allem der angeborenen Immunantwort zu modulieren.“ Eine reduzierte Mitochondrienaktivität sei höchstwahrscheinlich auch an der Entstehung des Post-COVID Syndroms beteiligt, selbst wenn die genaue Ursache noch nicht vollständig geklärt sei. Neben der individuellen Mikronährstoffdiagnostik ging er in diesem Zusammenhang auch auf die Mitochondrien-Analytik als unverzichtbare diagnostische Grundlage ein.

Knut Groth, Spezialist auf dem Gebiet der Herzratenvariabilität, sprach zum Thema „Post-COVID Stress Disorder – messbar erfolgreich intervenieren!“ Dabei knüpfte er an seinem Vorredner an, z.B. mit seinen Ausführungen zu den Themen Angst und Stress, und stellte eine These in den Raum: „Wir haben es bei „Long-COVID“ oder „Post-COVID“ mit einer Sympathikotonie zu tun, den Erscheinungsformen, die bei einer Überlastung des Körpers auftreten.“ Eine permanente „Habachtstellung“, z.B. dass jemand aus dem engsten Umfeld ernsthaft am Coronavirus erkranken könne, führe u.a. zu einem sehr stark erhöhten Energieverbrauch. Vor diesem Hintergrund appellierte Groth daran, den Körper und die Psyche als ganzheitliches Konstrukt zu betrachten sowie das vegetative Nervensystem über die Herzratenvariabilität (HRV) zu analysieren. Die Bedeutung dieses Ansatzes untermauerte er anhand von Messwerten mit dem „Vieva“-System. Demnach erhöhte sich z.B. der chronische Stress-Index bei fast 21´000 Personen ab 2020 im Durchschnitt um 38,4 Prozent. Bei mehr als 5´100 Personen wurde in diesem Zeitraum gemessen, dass sich der Immun-Status um 23,4 Prozent reduzierte. „Der Stress nimmt zu, das Immunsystem wird schwächer – das hat signifikante Auswirkungen auf die Anfälligkeit für Erkrankungen und gesundheitliche Störungen“, folgerte der Referent. Was tun? Dafür plädierte er für eine Kombination von Massnahmen zur Stärkung des Parasympathikus, wie z.B. körperliche Entgiftung und Unterstützung zur Ausleitung, einen individuell angepassten „Powermix für mehr Energie“ auf Basis einer HCK-Mikronährstoffmischung sowie die Aktivierung regenerativer Prozesse mit einem frequenzbasierten Therapieverfahren wie der ColorBox12.

Mit zwei Fallbeispielen aus ihrer ambulanten Praxis im Fachkurhaus Seeblick rundete Dr. med. Padia Rasch dieses Tagesseminar inhaltlich ab. Andreas Hefel, Präsident der SfGU, fasste abschliessend zusammen, z.B.: „Vitamin D3 im Keller, Omega-3-Fettsäuren im Keller, Coenzym Q10 im Keller, bei Frauen sehr oft Ferritin im Keller – das ist sehr oft Normalzustand. Da liegt eine der Herausforderungen: Wie behandle ich eine Virusinfektion, ohne dass es zu gesundheitlichen Langzeitfolgen kommt?“ Er schloss das Tagesseminar mit der Aufforderung, Daten zu sammeln: „Um konkrete Aussagen treffen zu wollen, brauchen wir Daten, Daten, Daten, die wir mit modernen Analysesystemen zentral verwalten und anonym auswerten können.“ (JÜK)

Gezielt an- und abschalten: Die Aktivität der Gene steuern

„Epigenetik – wer bestimmt über Wohl oder Unwohl? Gene oder Lebensstil?“ An einem Tagesseminar der Stiftung für Gesundheit und Umwelt (SfGU), das am 19. Mai 2022 im Hotel Marriott in Zürich stattfand, gingen Ärzte, Therapeuten, Apotheker und Drogisten dieser Frage nach. Die Referierenden Corinna van der Eerden (AFMCP/FMCHC) und Dr. med. Manuel Burzler führten sie dazu durch ein umfassendes Vortragsprogramm, das von Andreas Hefel (Präsident der SfGU) eröffnet wurde.

Dabei präsentierte er aktuelle Zahlen von der neu gegründeten Society of European Nutritionist Associations (SENA), wonach die wichtigsten fünf nichtübertragbaren Krankheiten (noncommunicable diseases – NCDs), also Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, chronische Atemwegserkrankungen und psychische Störungen), für ca. 86% der Todesfälle und 77% der Krankheitslast in Europa verantwortlich sind. Der Forderung nach überfälligen Massnahmen zur Bekämpfung von Risikofaktoren schloss er sich mit Nachdruck an. Welche Rolle die Epigenetik spielt, veranschaulichte Manuel Burzler: „Sind wir unseren Genen ausgeliefert? Nein, das sind wir eben nicht. Von den geerbten Genen haben nur ca. 25% eine Auswirkung auf uns, auf 75% können wir Einfluss nehmen. Und nur zwischen 1 und 2% der Erkrankungen sind komplett genetisch bestimmt.“

Entscheidend sei also, wie die Genaktivität reguliert werden könne, also über welche Möglichkeiten der Körper verfüge, Gene an- und abzuschalten. Dabei ging er auf die Bedeutung der DNA-Methylierung, der Histon-Modifikation und der microRNA´s ein und verknüpfte die fünf Einflussbereiche für eine gesunde Epigenetik – die Psycho-, Nutri-, Physio-, Sozio- und transgenerationale Epigenetik – zu einem ganzheitlichen Ansatz.

Perspektiven eröffnete auch Corinna van der Eerden: „Die Genexpression beeinflussen zu können, ist ein riesiges Geschenk. Es hilft uns dabei, Menschen die Macht zu geben, selbst zu intervenieren. Wir können uns jeden Tag bewusst dafür entscheiden, uns in den verschiedenen Einflussbereichen Gutes zu tun.“ Um individuell das optimale Ergebnis zu erzielen, gibt es ihr zufolge „einen grossen Hebel“ – die Kombination von Tools, die auch biochemisch wirksam sind. „Um das tun zu können, was wir tun, brauchen wir eine Energiequelle und die nötigen Baustoffe. Aus Nichts kann der Körper Nichts machen“, ging die Referentin auf den Zusammenhang zwischen Epigenetik und Biochemie ein. Entscheidend seien dabei der individuelle Nährstoffbedarf und die individuelle Nährstoffverfügbarkeit, was wiederum von vielen Faktoren abhängig sei: Genetik, Umwelt, Stress, Lebensstil, Lebensphase, Ernährungsweise, Absorptionsfähigkeit, Verdauungskapazität, Mikrobiom, etc. Nach dem Grundsatz „maximieren, minimieren, priorisieren“ sei es möglich, die individuelle Balance für optimale Gesundheit zu erreichen. Dazu gilt es, positive wie negative Einflüsse auf den Organismus herauszufinden und diese gezielt zu stärken bzw. zu reduzieren.

Die Voraussetzung hierfür ist eine Kombination von Selbstwahrnehmung und Analytik. In diesem Zusammenhang stellte Corinna van der Eerden den neuen Labortest IABC DNA Health Care vor, einen gen-basierten Ansatz für eine individualisierte Medizin. Am Beispiel einer bedarfsgerechten Versorgung mit Mikronährstoffen zeigte Andreas Hefel auf, wie wichtig neben der Dosierung auch die Kombination der Substanzen ist – von Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen, Aminosäuren, Fettsäuen und sekundären Pflanzeninhaltsstoffen: „Eine Geige macht noch lange kein Orchester – das gilt für alle biochemischen Prozesse und damit für eine individualisierte Form der Ernährung, die einen signifikanten Einfluss auf die Expression der Gene hat.“ (JÜK)

salusmed.world

Die Stiftung für Gesundheit und Umwelt (SfGU) mit Sitz in Berlingen/Schweiz ist Herausgeberin des 1995 gegründeten Magazins „Meine Gesundheit“ und hat auch die SALUSMED AG mit dem Aufbau und Betrieb des Internetportals salusmed.world beauftragt.In den Beiträgen und Filmen verbindet sich wissenschaftlich fundiertes Know-how von Stoffwechselexperten mit persönlichen Erfahrungsberichten von Menschen, die auf ganzheitliche Methoden der Regulationsmedizin setzen – von Mikronährstoffen über Stoffwechseltherapie und einen gesunden Darm bis hin zum Schutz vor elektromagnetischer Strahlung sowie der Regeneration mit Hilfe eine frequenzbasierten Therapieverfahrens. 

ColorBox12 – über Farben und binaurale Beats bestimmte Gehirnfrequenzen ansteuern

Nach jahrelanger Forschungs- und Entwicklungsarbeit verhilft die Stiftung für Gesundheit und Umwelt (SfGU) einer weiteren bahnbrechenden Entwicklung zum Durchbruch: Mit der ColorBox12 können Menschen in Zustände versetzt werden, um z.B. erholsam zu schlafen oder auch voll lernfähig zu sein. Über Farben und binaurale Beats werden dazu bestimmte Gehirnfrequenzen gezielt angesteuert. Durch die Messung der Herzratenvariabilität (HRV) lässt sich mit der Version 2.0 in Echtzeit erkennen, ob die Lösung dem tatsächlichen Bedarf des Anwenders entspricht.

Aus Forschungsprojekten der Stiftung für Gesundheit und Umwelt (SfGU) rund um die Gabriel-Technologie war längst bekannt, welch signifikanten Einfluss z.B. elektromagnetische Strahlung auf die Gehirnfrequenzen hat, nämlich Stress. Mit der ColorBox12 wurde der Versuch unternommen, das Gleichgewicht wiederherzustellen, indem Entspannung und Regeneration gefördert werden: Wie können die Gehirnwellen so beeinflusst werden, dass ein Anwender in einen Zustand versetzt wird, in dem er sich entspannen und erholsam schlafen kann oder auch voll lernfähig ist? Eine bereits bestehende Technologie wurde dazu genutzt, um eine eigene Software zu entwickeln, die den Anforderungen der SfGU entspricht. Die Suche nach einem Namen führte dann zu den 12 Farben und Tönen, die ihren Widerhall in der Natur finden. So wurde der geschützte Markenname ColorBox12 geboren und mit ihm die erste Generation dieses hochinnovativen Systems.

Mit der Entwicklung des Therapie- und Präventionssystems ColorBox12 1.0 hat die Stiftung für Gesundheit und Umwelt (SfGU) wissenschaftliches Neuland betreten: Erstmals wurde mit einer experimentellen EEG-Pilotstudie* im Oktober 2018 erforscht, wie eine Kombination bestimmter Frequenzen auf die Gehirnaktivität des Menschen wirkt. Eine Zusammenfassung dieser Untersuchung wurde im Jahr 2019 in der internationalen Fachzeitschrift Psychophysiology wissenschaftlich publiziert und an einem renommierten Kongress in den USA vorgestellt. Damit ist diese von der SfGU in Auftrag gegebene Forschungsarbeit in sämtlichen medizinischen und wissenschaftlichen Rechercheportalen (PubMed, Web of Science, Scopus etc.) gelistet. In diesem Zusammenhang wurde der Studienleiterin Dr. Diana Henz auch die Möglichkeit eingeräumt, die Resultate am Kongress der Society for Psychophysiological Research in Washington D.C., USA, zu präsentieren.

Die Integration des ganzheitlichen Analysesystems Vieva in das SALUSMED-Netzwerk eröffnete dann plötzlich völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten für eine ColorBox12 2.0. Die in das „Vieva“ integrierten Analysetechniken, wie z.B. die Messung der Herzratenvariabilität (HRV), hängen mit dem EEG eng zusammen. Das führte wiederum zu einer komplett neuen Idee: Die Koppelung des ColorBox12-Systems, das auf der Applikation von Farben und binauralen Beats beruht, mit einer HRV-Messung. Damit ist dieses System heute in der Lage, in Echtzeit ein Feedback zu geben: Wie wirken diese Farben und binauralen Beats bei diesem einen Menschen in einer ganz bestimmten Situation? Wurde für diesen Anwender eine bedarfsgerechte Lösung gefunden oder müssen weitere Anpassungen vorgenommen werden? Damit existiert nun ein System, das auch der Grundhaltung einer bedarfsgerechten Versorgung mit Mikronährstoffen entspricht. Bei ColorBox12 geht es also darum, den tatsächlichen Bedarf an Farben und binauralen Beats zu erkennen (Messen), eine individuelle Lösung zu kreieren und anzuwenden (Machen) sowie die Wirksamkeit zu überprüfen (Messen).

* Diana Henz (2019). Selective stimulation of EEG theta, alpha, and beta activity by a frequency-based therapeutical approach. Psychophysiology, SI, S43.

Mit dem „Vieva“ in die richtige Richtung zielen

Um den Fitness- und Trainingsfortschritt zu steuern, liefert eine Messung der Herzratenvariabilität (HRV) wertvolle Daten. Die Stiftung für Gesundheit und Umwelt (SfGU) nutzt diese wissenschaftlich anerkannte Methode, um die Entwicklung eines innovativen Gesundheits-Navigationssystems voranzubringen.


Mit dem „Vieva“ steht heute einScreening-Verfahren zur Verfügung,  das bereits nach 5 bis 10 Minuten ein recht umfassendes Bild von der Regulationsfähigkeit des Stoffwechsels ergibt. Was mit dem „Vieva“ schon heute relativ genau bestimmt werden kann, sind Regulationsstörungen, die meistens auf Mikro- und Makronährstoffmängel hinweisen, z.B. Darmprobleme, Herz-Kreislaufstörungen, entzündliche Erkrankungen usw. Mit einem Zeitaufwand von nur ungefähr 10 Minuten ist es möglich, sich ein recht umfassendes Bild von der Regulationsfähigkeit des Stoffwechsels und damit vom allgemeinen Gesundheitszustand eines Menschen zu machen.


Ebenso können auf dieser Basis Tendenzen und Hinweise auf die Versorgung mit Mikronährstoffen bestimmt werden. Nach wie vor ist es aber noch immer nicht möglich, exakt zu ermitteln, welche Substanzen dem Körper in welcher Menge fehlen. Deshalb ist die spezialisierte Laboranalytik des Instituts für angewandte Biochemie (IABC®) zum jetzigen Zeitpunkt der Goldstandard:Es werden nicht einfach nur quantitative Mengen bestimmter Substanzen im Blut gemessen, z.B. Eisen oder B-Vitamine, sondern auch funktionelle Parameter, wie z.B. der Homocystein-Spiegel.

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